Ein Weidenzweig mit jungen Blättern im Gegenlicht vor einem ruhigen See

Psychoonkologische Begleitung

Eine Krebserkrankung betrifft nicht nur den Körper. Sie verändert oft auch, wie sicher sich das eigene Leben anfühlt. Das gilt für Menschen, die selbst erkrankt sind, ebenso wie für Angehörige und nahestehende Menschen.

Angst vor dem nächsten Befund oder davor, wie es weitergeht. Ohnmacht, Wut, Trauer, Erschöpfung oder Verzweiflung. Die Belastung kann während der Erkrankung sehr präsent sein, und manchmal auch dann noch, wenn eine Behandlung längst abgeschlossen ist.

Dass die Erkrankung fortschreiten oder zurückkehren könnte, ist angesichts einer real erlebten Bedrohung eine verständliche Sorge. Das gilt auch für Angehörige, die mit der Ungewissheit leben, begleiten und oft gleichzeitig funktionieren müssen. Diese Sorge muss nicht einfach verschwinden, damit das Leben wieder trägt.

In der psychoonkologischen Begleitung steht deshalb etwas anderes im Mittelpunkt als schwierige Gefühle möglichst schnell wegzumachen: Ihre Fähigkeit im Umgang mit ihnen zu stärken. So dürfen sie da sein, ohne Sie vollständig zu bestimmen.

Dabei geht es auch um Selbstwirksamkeit. Nicht im Sinne von „Ich kann alles kontrollieren“, sondern als die Erfahrung, dass ich auch in einer Situation, die ich mir nicht ausgesucht habe, Einfluss darauf gewinnen kann, wie ich mit mir, meinen Gefühlen und meinem Leben umgehe.

Was Sie von mir erwarten dürfen, unterscheidet sich bewusst von manchen anderen Angeboten. Manche Ansätze setzen vor allem auf Zuversicht und schnelle Erleichterung. Ich bleibe da, auch wenn es existenziell wird, und halte mit Ihnen aus, was gerade Realität ist. Das kommt aus meinem humanistischen, traumasensiblen Hintergrund. Er zeigt sich nicht in einer Methode, sondern im echten Kontakt, der auch in einer schweren Zeit trägt.

Und noch etwas ist mir wichtig: Eine Krebserkrankung ist kein persönliches oder psychisches Versagen. Bei mir müssen Sie nicht nach dem inneren Konflikt, der falschen Einstellung oder einer vermeintlichen „Krebspersönlichkeit“ suchen, die die Erkrankung verursacht haben soll.

Psychoonkologische Begleitung kann vielmehr einen Raum schaffen, in dem das Platz bekommt, was die Erkrankung mit Ihnen und Ihrem Leben macht, ob Sie selbst erkrankt sind oder einen nahestehenden Menschen begleiten. Und in dem wir gemeinsam danach schauen, was Ihnen hilft, damit umzugehen und wieder mehr eigenen Handlungsspielraum zu erleben.

Meine fachliche Grundlage: Psychoonkologin, tätig im Psychoonkologischen Dienst sowie in der Palliativ-Komplexversorgung eines Akutkrankenhauses.

Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Anliegen bei mir gut aufgehoben ist, schreiben Sie mir gerne. Gemeinsam schauen wir, welcher Weg für Sie passend sein könnte.

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