Anke Weismantel, Psychologin (BDP)

Systemarbeit · Praktische Theorien

Veränderung beginnt mal im System, mal bei mir und oft dazwischen.

Wer in Gruppen und Organisationen arbeitet, kennt zwei Irrtümer. Man passt sich über Jahre an, obwohl die Struktur das Problem ist. Oder man schreibt alles dem System zu, obwohl man selbst etwas bewegen könnte. Dazwischen liegt vieles, das weder nur dem einen noch dem anderen allein zugeordnet werden kann. Es handelt sich dabei um Bewegungen, die zwischen Menschen und deren Vielschichtigkeit entstehen. Hier klar zu sehen gelingt nur so weit, wie man ein gewisses Maß an Wissen, Unterscheidungskraft und auch Intuition entwickelt hat. Jede Theorie auf dieser Seite zeigt manches deutlich und lässt anderes im Dunkeln. Deshalb arbeite ich mit mehreren und schaue auch darauf, was die jeweilige nicht zeigt.

  • Vielleicht spricht Sie das an.
  • Sie wollen verstehen, warum Menschen in Gruppen tun, was sie tun.
  • Sie nehmen ein Modell gern in die Hand und fragen, wo es nicht trägt.
  • Sie denken lieber eine Stunde gründlich nach, als drei schnelle Tipps abzuhaken.

Ich verbinde die Theorien miteinander, schaue aus verschiedenen Perspektiven auf sie und prüfe sie an dem, was ich in Gruppen, Gremien und Vereinen erlebt habe.

Systemarbeit · Wissen zum Lesen, Vertiefen und Anwenden

Welche Theorie interessiert Sie?

Was Sie hier erwartet.

Jede Theorie wird eine eigene Seite bekommen. Sie können dann beim Überblick bleiben oder in die Tiefe gehen.

Dafür werde ich die Beiträge in drei Schichten aufbauen.

01

Landkarte

Worum geht es, und wofür ist es gut? Ein Überblick in wenigen Minuten. Die Grundbegriffe, die Grundidee und die Frage, auf die die Theorie antworten will. Das genügt, um zu sehen, was die Theorie sichtbar macht und was sie auslässt.

02

Vertiefung

Wie hängt das zusammen, und wo trägt es nicht? Begriffe im Zusammenhang, Herkunft der Idee, Kritik und Grenzen. Hier wird es anspruchsvoll. Ein Beitrag in dieser Schicht verlangt Zeit, einen Stift und manchmal einen zweiten Anlauf.

03

Anwendung

Was fange ich damit an? Beispiele aus Gruppen und Alltag, Fragen zum Weiterdenken und Hinweise, wie sich die Theorie mit den anderen Ansätzen verbindet.

Theorien sind Landkarten. Wer sie für das Gelände hält, verirrt sich.

Deshalb prüfe ich jede Theorie auch auf ihre Grenzen und zeige, wo andere Landkarten mehr sehen.

Praktische Theorien.

Unterschiedliche Perspektiven auf die eine Wirklichkeit. Fünf Ansätze, mit denen ich arbeite. Sie können an jeder Stelle beginnen, die Reihenfolge ist offen. Die Ansätze verweisen aufeinander wie ein Netz.

Landkarte

Integrale Theorie

Ein Rahmen aus vier Perspektiven, Ebenen, Linien, Zuständen und Typen. Er verkürzt, schafft aber eine Grundstruktur, um zu sehen, was in einem Problem, einem Aspekt der Wirklichkeit, alles mitspielt. Ein Raster, das nie vollständig ist.

Folgt
Entwicklung

Erweiterte Entwicklungspsychologie

Entwicklung beginnt früh und hört nie auf, von der Kindheit bis ins hohe Alter. Menschen, Gruppen und ganze Kulturen entwickeln sich, und es gibt viele Landkarten dafür. Mich interessiert, was sie gemeinsam sehen und wo jede verkürzt. Und warum Menschen aneinander vorbeireden, wenn sie von unterschiedlichen Entwicklungsständen aus denken.

Folgt
Struktur

Soziokratie

Entscheiden im Konsent, Kreise, Rollen und doppelte Verknüpfung. Wie Verantwortung verteilt werden kann, ohne dass eine Gruppe sich verliert.

Folgt
Zusammenarbeit

Gruppendynamik

Phasen, offene und heimliche Rollen, ungeschriebene Regeln und die Dynamiken, über die selten gesprochen wird. Warum Gruppen sich so verhalten, wie sie es tun, und was sie in Bewegung bringt.

Folgt
Typen

Charakterfixierungen

Tiefsitzende Kernmotivationen, unbewusste Ängste und existenzielle Sehnsüchte. Wie sie Aufmerksamkeit und Verhalten prägen und was das im Miteinander auslöst.

Folgt
Und weitere

Das Feld wächst.

Neue Themen kommen dazu, ohne feste Reihenfolge. Vorschläge sind willkommen.

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Zusammengedacht

Essays

Was in Gruppen geschieht, lässt sich selten mit einer Theorie allein verstehen. In den Essays verbinde ich mehrere Ansätze an einer Situation und prüfe, was die jeweilige Theorie zeigt und was sie auslässt. Dabei frage ich, was im System liegt, was bei den Beteiligten und was dazwischen entsteht.

Zu den Essays ↗ (öffnet in neuem Tab)

Meine Haltung

Wissen, das Menschen nicht festlegt.

Theorien über Gruppen und Menschen haben Macht. Sie können Orientierung geben, und sie können Schubladen bauen. Ich arbeite traumasensibel. Hier heißt das, dass ein Mensch immer mehr ist als jedes Modell von ihm. Kein Modell erklärt ihn ganz, und sein Verhalten lässt sich ebenso wenig allein aus seiner Vergangenheit verstehen.

Bei Themen wie Zugehörigkeit, Autorität oder Schuld wird es manchmal persönlich. Dann ist auch dafür Platz. Wissen ersetzt jedoch keine Therapie.

Meine Fachausbildung in traumasensibler Supervision vertieft diesen Ansatz zusätzlich.

Unterscheiden schafft Spielraum.

Zum Schluss

Mitdenken erwünscht.

Die Beiträge zu den einzelnen Feldern gibt es noch nicht. Sie entstehen nach und nach. Schreiben Sie mir gern, welches Thema Sie zuerst interessiert, das hilft mir bei der Reihenfolge.

Fehlt Ihnen ein Ansatz, eine Theorie, haben Sie eine Frage zu einem Thema oder einen Einwand? Schreiben Sie mir.

Gute Theorie wächst im Gespräch.

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