Über mich
Mir ist wichtig, psychische Belastungen auch dann ernst zu nehmen, wenn der Alltag nach außen noch funktioniert und nicht erst, wenn ein Mensch am Boden liegt.
Vielleicht auch, weil ich aus eigener Erfahrung weiß, wie überzeugend gutes Funktionieren aussehen kann, und wie wenig es manchmal über das innere Erleben aussagt. Diese Erfahrung hat meine Haltung geprägt: Menschen ernst zu nehmen, lange bevor sie am Ende ihrer Kräfte sind.
In meinem Klinikalltag, im Psychoonkologischen Dienst und in der palliativen Begleitung, begegne ich Menschen oft genau an dem Punkt, um den es mir geht: dem Wendepunkt, an dem das bisherige Leben nicht mehr trägt. Dort wird mir jeden Tag neu deutlich, wie wenig es hilft, nur Symptome zu behandeln, und wie viel es bedeutet, jemanden in seiner ganzen Erfahrung ernst zu nehmen.
Meine Ausbildung in Psychotherapie begann an der Akademie für Psychotherapie in Erfurt. Von dort führte mich der Weg in die Traumatherapie; zunächst zu Lutz Besser am Zentrum für Psychotraumatologie Niedersachsen, der mir den Kontakt zu Karl-Heinz Brisch und dem Thema Bindungs- und Entwicklungstraumata eröffnete. Vertieft habe ich mich darin bei Brigitte Koch-Kersten, in personenzentrierter Traumatherapie. Sie gibt mir das fachliche Rüstzeug, um Menschen dort zu begleiten, wo belastende Erfahrungen sich bis in den Körper eingeschrieben haben.
Die existentielle Psychotherapie hat meinen Blick über Symptome hinaus erweitert. Sie bezieht die grundlegenden Fragen des Menschseins mit ein und prägt mein Verständnis davon, wie Menschen einen stimmigen Umgang mit Krisen, inneren Konflikten und den Herausforderungen des Lebens entwickeln können.
Das Integrale Coaching nach Stefan Schoch ergänzt diesen Blick um die Frage, wie Menschen ihre Entwicklung in ihrer ganzen Komplexität verstehen und bewusst gestalten können.
Dass ich Menschen gerne stärke und zu mehr Selbstwirksamkeit verhelfe, zeigt sich auch in meinem zweiten Standbein: Über viele Jahre habe ich als Fachberaterin und Weiterbildnerin für pädagogische Fachkräfte Wissen weitergegeben. Auch meine Lehraufträge an der Fachhochschule Erfurt, unter anderem in Entwicklungspsychologie und im berufsbegleitenden Studiengang Kindheitspädagogik, folgten dieser Idee.
Mein Titel „Rehabilitationspsychologin“ ist auf den ersten Blick nicht ganz selbsterklärend. Im Alltag verbinden die meisten Menschen den Begriff „Reha“ mit Rehabilitationskliniken oder einer Anschlussheilbehandlung nach einer Operation, also mit Maßnahmen, die nach einer Erkrankung einsetzen. Damit habe ich beruflich nur wenig zu tun. Im Gegenteil: Über viele Jahre war ich vor allem im Bereich der Primärprävention tätig, also dort, wo es darum geht, Belastungen möglichst früh zu erkennen und einer ungünstigen Entwicklung vorzubeugen. Für mich erschließt sich der Titel „Rehabilitationspsychologin“ über seinen lateinischen Ursprung: „rehabilitare“ heißt wörtlich „wieder handlungsfähig machen“. Das trifft genau, worum es mir geht. Ich will Menschen nicht abhängig von mir machen, sondern sie darin stärken, wieder aus eigener Handlungsfähigkeit heraus zu leben. Daher auch der Name dieser Website: reha-psych.de.
Manchmal genügt ein erstes Gespräch, um mehr Klarheit zu gewinnen. Wenn Sie Fragen haben oder überlegen, ob eine Begleitung für Sie hilfreich sein könnte, schreiben Sie mir gerne.
