Meine Haltung
Immer wieder erlebe ich, dass hinter einem psychischen oder psychosomatischen Symptom ein innerer Konflikt oder eine sehr alte seelische Verletzung steckt, die sich nach Aufmerksamkeit und Zuwendung sehnt. Ein Mensch ist jedoch immer mehr als das, was ihm widerfahren ist, mehr als seine Symptome, seine Verletzungen und seine Geschichte.
Im Kern geht es dabei immer um Begegnung und Kontakt: zu sich selbst, zu den eigenen Gefühlen, zum eigenen Körper, zum Leben und zu anderen Menschen.
Am häufigsten finden Menschen an einem Wendepunkt zu mir: Menschen, die noch funktionieren, oft sogar sehr gut, aber spüren, dass die bisherigen Antworten nicht mehr tragen. Menschen, die auf der Kippe stehen zwischen gewohnter Anpassung und dem Nachgeben an die eigentlichen Fragen. Menschen, die noch die Kraft haben, ins kalte Wasser zu springen, wenn jemand ihnen zeigt, dass es sich lohnt. Sie müssen nicht erst am Boden liegen, damit ich sie ernst nehme.
Immer wieder zeigt sich: Es geht nicht darum, dass Verletzungen verschwinden oder dass jemand „ganz“ oder endlich „richtig“ wird. Es geht darum zu entdecken, dass wir auch mit unseren Verletzungen mehr sind als unsere Verletzungen. Das entsteht für mich vor allem in Beziehung, als echte, liebevolle Begegnung, nicht als einseitiges Reparieren.
Was ich dabei immer wieder erlebe, ist mehr als Erleichterung. Menschen, die wieder oder vielleicht zum ersten Mal in ihrem Erwachsenenleben in tiefen Kontakt mit sich selbst kommen, gewinnen oft auch etwas Lebendigeres zurück: mehr Freude, mehr Neugier, mehr Lust, das eigene Leben zu gestalten. Das ist für mich das eigentliche Ziel, nicht nur das Nachlassen von Leid.
Vielleicht möchten Sie zunächst einfach unverbindlich klären, ob ich die richtige Ansprechpartnerin für Ihr Anliegen bin. Dann freue ich mich über Ihre Nachricht.
