Beschädigte Seele, geschwächter Körper

Kurzmitteilung

Folgen einer beschädigten Kinder-Seele => ein zeitlebens beschädigter Körper

Vernachlässigung oder wie auch immer entstehender chronischer Stress führt bei Kindern bis ins Erwachsenenalter zu starken Entzündungsreaktionen. Diese wiederum haben Erkrankungen wie Diabetes, Herzerkrankungen, Allergien und manchen Krebsformen zur Folge. Psychosozialer Stress in den ersten Lebensjahren führt weiterhin zu Arterienverkalkung mit den möglichen Folgen Infarkt und Schlaganfall. Asthma, Bluthochdruck und Entgleisungen des Stoffwechsels, die zur Zuckerkrankheit führen können, werden ebenfalls durch Entzündungen angestoßen.
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Fürs Leben verwöhnt

Kurzmitteilung

Wie Babys und Kleinkinder eine sichere Bindung entwickeln

„Ein Fundament, das man nie verliert“

 Karl-Heinz Brisch erforscht, wie Babys und Kleinkinder eine sichere Bindung entwickeln – und lehrt Eltern, worauf es in den ersten Monaten wirklich ankommt.
Quelle: „Einsichten. Das Forschungsmagazin der LMU“, Nr. 1/2013, S. 922 – 924,
Autorin Nicola Holzapfel

Einige weitere Zitate:

Ob ein Kind über eine sichere Bindung verfügt oder nicht, macht sich spätestens in der Krippe oder im Kindergarten bemerkbar. Kinder mit Bindungsproblemen sind nicht gruppenfähig und fallen entweder durch aggressives Verhalten auf, sie beißen und schlagen zum Beispiel, oder sie zeigen sehr starke Ängstlichkeit.

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„Bindung kommt vor Bildung“, sagt Brisch. Längsschnittstudien, bei denen Kinder von der Geburt an über mehrere Jahre immer wieder untersucht wurden, zeigen, dass bindungssichere Kinder kreativer, sprachbegabter und aufgeschlossener sind als Gleichaltrige, die nicht sicher gebunden sind. Auch ihre Gedächtnisleistungen sind besser. Sie können zudem mit Stress besser umgehen, es fällt ihnen leichter, schwierige Situationen zu bewältigen. Und sie können sich leichter in andere einfühlen und haben erfüllendere Freundschaftsbeziehungen.

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„Eine gute Betreuungsqualität lässt sich in einer Krippe nur dann sicherstellen, wenn das Betreuungsverhältnis bei eins zu zwei, höchstens eins zu drei liegt, je nach Alter der Kinder, das sagen die internationalen Studien.“

Link zum Artikel

 

Online-Beratung und -Therapie

Kurzmitteilung

Das Thema Online-Therapie ist in aller Munde. Genau vor einer Woche habe ich am diesjährigen Symposium der Deutschen Psychotherapeuten Vereinigung mit dem Titel „Geht Psychotherapie online?“ (externer Link zur Veranstaltung) teilgenommen.

Die Studienlage Web-Therapiebestätigt eindeutig: Ja, das geht! Selbstverständlich sind einer Web-Therapie Grenzen gesetzt, jedoch überwiegen zunächst klar die Vorteile eines leicht zugänglichen, Zeit und Kosten sparenden und unbürokratischen Zugangsweg zu professioneller Hilfe. Und so werden immer mehr Angebote entwickelt und erbringen sehr gute Wirksamkeitsnachweise. 

Ein Beispiel für ein solches erfolgreich getestetes Portal, ist die ausschließlich über das Internet angebotene Web-Therapie für Menschen mit Sprachblockade. Das Gemeinschafts-Programm der Techniker Krankenkasse und des Instituts der Kasseler Stottertherapie funktioniert allein über eine virtuelle Sprechstunde mit einem Therapeuten (Link zur Online-Stottertherapie).

Ein weiteres Positivbeispiel ist das von der Zentralen Prüfstelle für Prävention als effektive Präventionsmaßnahme anerkanntes online Hilfeprogramm www.selbsthilfealkohol.de. Das Programm unterstützt Betroffene dabei, ihren Alkoholkonsum zu reduzieren oder ganz aufzugeben.

Meine persönlichen Erfahrungen in den Bereichen Online-Beratung („ElternNetz Erfurt“) und Online-Selbsthilfe (Impulsdialog.de) sind ebenfalls äußerst positiv in Bezug auf die einfache Zugänglichkeit und den Nutzen für Rat- und Hilfesuchende.

Aufgrund dessen und auch wegen der bestehenden Versorgungslücke im Bereich Psychotherapie werde ich somit in Kürze offiziell Beratung, Coaching und Therapie über das Internet anbieten. Das Symposium „Geht Therapie online?“ hat klar gezeigt, dass der Bedarf an qualitativ hochwertigen Angeboten sehr groß ist. Aufbauend auf meiner Zertifizierung als Online-Beraterin durch den Berufsverband der Deutschen Psychologen werde ich ein Portal für Web-Therapie ins Leben rufen. Das Portal wird in einigen Wochen zum ersten Mal frei geschaltet und ich werde zu ersten Testzwecken eine kostenfreie virtuelle Sprechstunde anbieten. Wer neugierig ist und/oder mehr erfahren möchte, kann sich hier auf Wunsch anonym in die Warteliste für die Testphase einschreiben: Anmeldeformular. Sie erhalten dann über die angegebene Kontaktmöglichkeit (SMS / Email) einen Link und ein Passwort als Zugang zum Angebot. Wer vorab noch etwas mehr zum Thema erfahren möchte, kann sich auf meiner Seite informieren: Online-Beratung.

DKSB fordert Rechtsanspruch auf Frühe Hilfen

Kurzmitteilung

  • Das Bundeskinderschutzgesetz von 2012 hat zwar die Hilfen in der frühen Kindheit als Soll-Vorschrift für alle Kommunen formuliert, dies greift nach Ansicht des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB) aber zu kurz.
  • „Immer mehr Städte und Gemeinden sind aufgrund ihrer Finanzsituation nicht in der Lage, den dort lebenden Kindern und ihren Eltern die präventiven und leicht erreichbaren Angebote und Hilfen zur Verfügung zu stellen, die sie dringend benötigen.
  • Statt einer frühen Förderung und Unterstützung wird so allzu oft leider erst reagiert, wenn die Probleme schon zu groß geworden sind. Nicht zuletzt die steigenden Zahlen von Inobhutnahmen belegen dies eindrucksvoll“, führt Marlis Herterich aus.
  • Dass es aber auch besser gehen kann, dafür liefert der Kinderschutzbund in Köln gute Beispiele. Marlis Herterich: „Wir haben in Köln schon sehr früh erkannt, dass die beste Bekämpfung familiärer Gewalt darin liegt, ihre Ursachen frühzeitig zu erkennen und Hilfe dagegen anzubieten.“
  • Im Elterncafé, in Intensivgruppen und in der Einzelberatung zeigt sich immer wieder eindrucksvoll, dass ein feinfühliger Umgang mit Kindern (und damit auch gewaltfreie Erziehung) gelernt werden kann, wenn Eltern behutsam und ermutigend begleitet und unterstützt werden.
  •  Chancengerechtigkeit unabhängig von der sozialen Herkunft und dem Wohnort (müssen ermöglicht werden)

Quelle: OTS: Deutscher Kinderschutzbund e.V. vom 9.5.2014

 

 

http://www.dksb.de/Content/showvideo.aspx?news=215

Bindung: Die sichere Basis fürs Leben

Kurzmitteilung

Das Titelthema der Mai-Ausgabe 2014 Deutschlands bekanntester Psychologie-Zeitschrift, der „PSYCHOLOGIE HEUTE“ lautet diesmal so wundervoll passend für den in Kürze in Erfurt zum ersten Mal startenden SAFE®-Kurs und meine Praxiseröffnung im Erfurter Geburtshaus: „Bindung: Die sichere Basis fürs Leben“.sichere-bindung-psychologie

Die Hauptthemen meiner Arbeit sowie auch der SAFE®-Kurs werden hier sehr gut durch Dr. Brisch, Kinder- und Jugendpsychiater, zusammengefasst und dargestellt.

Ich habe den Artikel noch einmal und zwar kostenfrei (!) auf der Seite von Dr. Brisch gefunden: Link zum PDF-Download

 

Patienteninformationen der OPK

Kurzmitteilung

Patienteninformationen der Ostdeutschen Psychotherapeutenkammer

Themen:

  • Kostenerstattungsverfahren
  • Therapeutensuchen für Erwachsene, Kinder u. Jugendliche
  • Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD)
  • Wege zur Psychotherapie (Patientenbroschüre der BPtK)

Link zur Seite der OPK

Leitfaden Kindesmisshandlung

Kurzmitteilung

Die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DAKJ) hat einen Leitfaden zum Vorgehen in der kinder- und jugendärztlichen Praxis bei Verdacht auf Kindesmisshandlung und -vernachlässigung herausgegeben. Der Leitfaden zum Vorgehen in der kinder- und Jugendärztlichen Praxis bei Verdacht auf Kindesmisshandlung und -vernachlässigung wurde von der Kommission Kinderschutz DAKJ erarbeitet. Neben dem Vorgehen in der kinderärztlichen Praxis werden auch die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen und Möglichkeiten der Prävention thematisiert. Download-Link

Patienten-Flyer „Posttraumatische Belastungsstörung“

Kurzmitteilung

„Posttraumatische Belastungsstörung – die unsichtbare Verwundung“

Der Flyer klärt über die Symptome auf und gibt Hinweise darauf, welche Hilfe Betroffene wo finden können. Dazu zählt auch ein Hinweis auf das Register zertifizierter Notfallspsychologen/innen des BDP. Der Patientenratgeber PTBS steht im Internet kostenlos zum Download bereit unter www.bdp-verband.de/bdp/archiv/posttrauma.pdf