Kindgerechte Kita-Qualität

Kurzmitteilung

Der hier bereitgestellte Text ist eine Zusammenstellung von Expertenmeinungen und eine Zusammenschau der aktuellen Forschungsliteratur zur Betreuung von Kindern unter 3 Jahren. Er soll zur ersten ausführlicheren Information dienen und einige der dringlichsten Gründe für die Notwendigkeit zum sofortigen gemeinsamen Handeln zum Wohle unsere Kinder aus verschiedenen fundierten Quellen zusammentragen.

Um nicht nur einen Autor zu zitieren, habe ich mich hier bewusst für die Zusammenstellung mehrere Quellen entschieden. Ich möchte nach und nach dem Anspruch genügen, die aktuell verfügbaren Forschungsliteratur hier in Form von Experten-Zitaten abzubilden. Diese Sammlung befindet sich also im Entstehungsprozess und wird stetig erweitert. Eine interdisziplinäre Literaturrecherche des Österreichischen Instituts für Familienforschung der Universität Wien zum Thema „Kindgerechte außerfamiliale Kinderbetreuung für unter 3-Jährige“ aus dem Jahr 2009, bildet dabei den Ausgangspunkt für weitere bisherige und zukünftige Ergänzungen.

Einleitend einige Worte zur Einordnung des Themas in einen größeren Zusammenhang.

„Die außerfamiliale Betreuung von Kindern unter drei Jahren ist nach wie vor Gegenstand heftiger, zumeist ideologisch gefärbter Debatten. Dabei wird nicht selten Halbwissen auf der Grundlage wissenschaftlicher Forschungsergebnisse verhältnismäßig unreflektiert zur Untermauerung des jeweiligen Standpunktes herangezogen, der sich zumeist auf eine strikte Ablehnung oder eine uneingeschränkte Befürwortung außerfamilialer Betreuungsarrangements beschränkt. Faktum ist jedoch, dass die Forschungsliteratur keine prinzipiellen Aussagen darüber zulässt, ob frühe außerfamiliale Kinderbetreuung mit dem Wohl des Kindes vereinbar ist oder nicht, sondern dass die Ausgestaltung derselben das entscheidende Kriterium darstellt.“
Quelle: “Kindgerechte außerfamiliale  Kinderbetreuung für unter 3-Jährige – Eine interdisziplinäre Literaturrecherche”, im Folgenden kurz KaKU3 genannt

Ob eine außerfamiliäre Betreuung förderlich für ein Kind ist oder gar ein Entwicklungsrisiko darstellt, darüber entscheidet somit die Qualität der Betreuung.

Auf zwei wichtige, dennoch einfach zu bestimmende und somit harte Aspekte von KITA-Qualität möchte ich an dieser Stelle eingehen:

Fachkraft-Kind-Schlüssel und Gruppengröße

Was sagen die Experten dazu?

Dr. med. Karl-Heinz Brisch, Kinderpsychiater und Bindungsforscher plädiert für einen Fachkraft-Kind-Schlüssel von 1:3 Kindern im Krippenalter (0-3Jahre).

Quelle: Bindung und Trauma: Risiken und Schutzfaktoren für die Entwicklung von Kindern
weitere Buchempfehlung: Kindergartenalter: Karl Heinz Brisch Bindungspsychotherapie – Bindungsbasierte Beratung und Therapie   

Prof. Remo Largo, Österreichischer Kinderarzt und Entwicklungsforscher empfiehl für die Betreuung von Kindern unter 3 Jahren eine Gruppengröße von höchstens 8 Kindern. Sind die Kinder unter 1,5 Jahre alt, spricht er von einem Fachkraft-Kind-Schlüssel der bei 1:3 liegen soll, bei Kindern zwischen 1,5 – 3 Jahren lautet seine Empfehlung 1:4.

Quelle: Glückliche Scheidungskinder: Trennungen und wie Kinder damit fertig werden
Bestseller von Remo Largo: Babyjahre: Entwicklung und Erziehung in den ersten vier Jahren

Prof. Dr. phil. Éva Hédervári-Heller sowie Frau Dr. rer. nat. habil. Gabriele Haug-Schnabel äußern sich u.a. zur Gruppengröße und geben eine Höchstzahl von 8 Kindern bei einer reinen Kleinkindgruppe an. Bei altersgemischten Gruppen sprechen Sie von maximal 15 Kindern als Qualitätskriterium.

Prof. Jörg Maywald, „Deutsche Liga für das Kind“ empfiehlt für Gruppen von 2-3jährigen Kinder eine Gruppengröße von 5-8 Kindern. Ein günstiger Fachkraft-Kind-Schüssel liegt nach Prof. Maywald bei 1:3 für Kinder bis zum 2. Geburtstag. Für Kinder zwischen 2-3 Jahren sieht er einen Schlüssel von 1:5 als vertretbar an.

Quellen: Krippen: Wie frühe Betreuung gelingt: Fundierter Rat zu einem umstrittenen Thema und Flexible Betreuung von Unterdreijährigen im Kontext von Geborgenheit, Kontinuität und Zugehörigkeit

Wie sieht im Vergleich dazu die Gesetzeslage nach dem Thüringer Kita-Gesetz aus?

ThürKitaG

(muss hier noch ergänzt werden) siehe vorläufig hier: Gute KITA-Qualität in Zahlen

Prof. Dr. med. Joachim Bauer Hirnforscher, Psychiater, Psychotherapeut und Bestsellerautor teilte mir auf meine Nachfrage in einer Email vom 23.04.16 zum Thüringer Kita-Gesetz und seiner Kita-Verordnung folgendes mit:

Sehr geehrte Frau Weismantel, besten Dank für Ihre Zeilen.

 Die Zeit nach dem zweiten Geburtstag und vor Vollendung des dritten Lebensjahres ist eine Übergangszeit: Die Kinder sind hier zwar kleingruppenfähig, brauchen aber nach wie vor zwingend immer wieder eine dyadische erklärende Ansprache.

Dem Gesetzestext [Thüringer Kita-Gesetz:]

„In der Regel sind altershomogene Kleinkindgruppen vom ersten Lebensjahr bis zu drei Jahren unter Einsatz der jeweils geltenden Personalschlüssel nach § 14 Abs. 2 Nr. 1 bis 3 ThürKitaG zu bilden, um eine besondere und intensive Betreuung für die Kinder dieser Altersgruppe zu gewährleisten.“

kann ich so nicht zustimmen. Kinder unter 18 Monaten sind definitiv nicht „Kleinkindgruppen“-fähig. Zwischen dem 18. und 36. Monat kommt es m. E. sehr stark darauf an, dass 1. die Gruppen nicht zu groß sind (maximal 4-6) und dass 2. der Personalschlüssel so gestaltet ist, dass viel dyadisch interagiert werden kann.

„Sofern es der psychische, physische und geistige Entwicklungsstand eines Kindes in der Altersgruppe von zwei bis drei Jahren erlaubt, kann seine Betreuung in einer altersgemischten Gruppe von Drei- bis Sechsjährigen erfolgen.“ (aus der Kita-Verordnung)

würde ich zustimmen, wenn Kinder zwischen 24 und 36 Monaten gemeint sein sollten und wenn die Gruppen nicht zu groß sind (siehe oben). Etwa die Hälfte der Kinder werden den geforderten „psychischen, physischen und geistigen Entwicklungsstand“ allerdings in diesem Alter noch nicht haben.

Ich teile Ihre Sorgen.

Herzlichen Gruß
Joachim Bauer

Buchempfehlungen: Das Gedächtnis des Körpers: Wie Beziehungen und Lebensstile unsere Gene steuern , die Liste seiner Bestseller ist lang, siehe Amazon Autorenseite von Prof. Joachim Bauer

Wie kommen diese Experten zu Ihrer Meinung, dass die Betreuung von Kindern unter 3 Jahren einen – aus der Thüringer Perspektive – vergleichsweise hohen Personalschlüssel und so kleine Gruppen verlangt?

„(…) Vor diesem Hintergrund wird die außerfamiliale Kinderbetreuung in den ersten Lebensjahren sehr kritisch beurteilt, was aber nicht unbedingt eine prinzipielle Ablehnung impliziert, sondern mit der Forderung nach einer äußerst hochwertigen, vollständig an den Bedürfnissen des Kindes orientierten Ausgestaltung der Betreuung einhergeht.
(…)
Dabei kann die an den Grundbedürfnissen des Kindes orientierte Beziehungsgestaltung als zentrales Kriterium für Betreuungsqualität herangezogen werden. Eine Betreuung, ob sie nun innerhalb oder außerhalb der Familie stattfindet, ist dann von hoher Qualität, wenn sie kindgerecht ist, (das heißt, wenn sie dem Kind wirklich gerecht wird), und das ist im Wesentlichen dann der Fall, wenn sich das Kind sicher und geborgen fühlen kann und die Möglichkeit hat, seine Fähigkeiten in einem geschützten Umfeld zu entfalten.“ KaKU3

Ein Eckpfeiler kindgerechter außerfamilialer Betreuung ist also die Beziehung (siehe auch Bindungsforschung)

„Beziehung ist wichtiger als Pädagogik“

„Vor allem in den ersten Lebensjahren, in denen die existenzielle Abhängigkeit des Kindes von erwachsenen Bezugspersonen immanent ist und das Überleben buchstäblich nur durch deren Fürsorge gesichert wird, kann die Bedeutung einer Sicherheit und Schutz bietenden Beziehung nicht hoch genug eingeschätzt werden. Gerade für sehr kleine Kinder ist emotionale Zuwendung wichtiger als Pädagogik („Beziehung statt Erziehung“), was impliziert, dass BetreuerInnen in erster Linie Bezugspersonen sein müssen, zu denen das Kind Vertrauen hat. Eine unabdingbare Voraussetzung für das Wohlbefinden des Kindes in einer außerfamiliären Betreuungssituation, in der die vertrauten Bezugspersonen abwesend sind, bildet daher das Vorhandensein bzw. die Etablierung einer stabilen und tragfähigen Beziehung zu einer Betreuungsperson, sei es nun die Pädagogin in einer Kinderkrippe oder die Tagesmutter.

Diese Beziehung oder Bindung kann sich jedoch nur im gemeinsamen Miteinander entwickeln, sie erfordert Zeit und Bereitschaft der Betreuerin oder des Betreuers, um ein gegenseitiges Kennenlernen zu ermöglichen und ein Vertrauensverhältnis aufzubauen. Neben der (…) Sensitivität [Feinfühligkeit], verbunden mit der Bereitschaft, sich auf das Kind einzulassen, müssen auch die entsprechenden Rahmenbedingungen vorhanden sein, damit eine Beziehung zwischen BetreuerIn und Kind wachsen kann. Vor allem in der Eingewöhnungsphase muss die Möglichkeit bestehen, dass eine bestimmte Betreuungsperson sich dem Kind in ausgiebiger Weise zuwenden kann, ohne dass die übrigen Kinder in der Gruppe dadurch einen Nachteil erleiden oder der/die BetreuerIn in einen Interessenkonflikt zwischen den Bedürfnissen der verschiedenen Kinder gerät. Aber auch zu einem späteren Zeitpunkt, wenn die Eingewöhnungsphase abgeschlossen ist, muss für die Betreuungsperson die Möglichkeit bestehen, sich dem Kind in angemessener, seinem aktuellen Bedürfnis entsprechender Weise zuzuwenden.

Eine ungünstige Gruppensituation mit vielen Kindern und wenigen BetreuerInnen in einer Gruppe lässt diesen Anspruch jedoch von vorneherein als überhöht und unrealistisch erscheinen und bringt die Betreuungspersonen leicht in Bedrängnis, wenn sie dennoch versuchen, jedem einzelnen Kind gerecht zu werden.“ KaKU3

Zusammenfassend kann deshalb gefolgert werden, dass Thüringer Eltern alleine schon aufgrund der ungünstigen Fachkraft-Kind-Schlüssel und der zu großen Gruppen keine ausreichende Kita-Qualität nach wissenschaftlichem Stand der Forschung erwarten können. Die Wahrscheinlichkeit von Entwicklungsrisiken darf nicht weiter verheimlicht werden. Sehr wohl ist mir bewusst, dass es früher schlechter war, jedoch kann dies angesichts der Unbestreitbarkeit der bestehenden Risiken nicht als zulässiges Argument gelten.

Aufgrund der in Thüringen gesetzlich festgelegten Rahmenbedingungen ist von vornherein der wichtigste Qualitätsfaktor, nämlich eine an den Grundbedürfnissen des Kindes orientierte Beziehungsgestaltung, selbst von hochmotivierten, engagierten und sehr gut ausgebildeten Fachkräften wohl kaum und dann auch nicht ohne die Inkaufnahme eigener gesundheitlicher Gefährdung zu leisten.

Dieser Zustand, einhergehend mit dem diesbezüglich viel zu niedrigen Informationsstand auf Seiten der Eltern UND auf Seiten der Fachkräfte ist skandalös. Die Schaffung eines öffentlichen Bewusstseins für entwicklungsschädliche Betreuungskonstellationen muss dringend erfolgen. Es gilt einen Weg zur Bündelung aller Kräfte (Eltern, pädagogische Fachkräfte, Politik etc.) für eine gemeinsame, konstruktive Verbesserung der Kita-Qualität zu beschreiten. Für eine kindgerechte Kita-Qualität in Thüringen, für gute Entwicklungs- und Bildungschancen unserer Kinder…

Wer mithelfen möchte, dass ein öffentliches Bewusstsein entsteht, der hat aktuell folgende Möglichkeiten:

  • diesen Blogbeitrag gerne teilen und darüber sprechen, Kritik äußern, Lob verteilen
  • der zugehörigen Facebook-Gruppe beitreten: Kindgerechte Kita-Qualität und/oder
  • oder meine Aktion für mehr Beziehung für alle unterstützen Bindung kommt vor Bildung
  • Jede Manpower ist willkommen!

Der Rahmen meiner Möglichkeiten und der jedes einzelnen ist sehr begrenzt, aber gemeinsam können wir Bewegung ins System bringen!

 

 

Aspekte / Infos, die bislang noch nicht eingearbeitet wurden:

  • Staatsinsititut für Frühpädagogik, Becker-Stoll, Wertfein
  • Anhörung Bundestag 2014 Becker-Stoll
  • GAIMH Verantwortung U3
  • LIGA KIND Krippenpositionspapier
  • Familienverbände Stellungnahme
  • Verband Kinderärzte Memorandum
  • Psychoneuroimmunologie-Forschung
  • Prof. Ahnert
  • Prof. Spitzer
  • Prof. Hüther

 

 

Bindung kommt vor Bildung: Wir zeigen Gesicht!

Liebe Freunde, liebe SAFE®- und Seminarteilnehmer, liebe Interessierte,

dieser kleine Beitrag mit dem Titel „Bindung kommt vor Bildung“ ist mir ein echtes Herzensanliegen und der Anfang einer mir sehr wichtigen Aktion. Ich möchte Euch hiermit einladen, mich dabei zu unterstützen und ein kleines persönliches Zeichen für die Bedeutung von Bindung zu setzen. Ich starte diese Aktion, weil ich der festen Überzeugung bin, dass die überragende Bedeutung von Bindung, bereits viel mehr Menschen bewusst ist, als das in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird.

Bindung kommt vor Bildung Selfie

Unterstütze die Aktion und schicke mir so ein Foto von Dir

Gleichzeitig möchte ich uns damit ein wenig organisieren, ich möchte uns zusammenbringen, falls gewünscht Vernetzungen anbahnen, Kräfte bündeln und stärken, damit sich niemand länger isoliert und vielleicht sogar hilflos fühlen muss, angesichts unserer noch wenig diesen grundlegenden Erkenntnissen folgenden Gesellschaft.

Natürlich möchte ich auch für diejenigen ein Zeichen setzen, denen Bindung noch immer relativ banal, selbstverständlich gegeben oder gar unwichtig erscheint, denn das ist sie keinesfalls:

Bindung kommt vor Bildung!

Bindung ist ein überlebenswichtiges menschliches Grundbedürfnis, genauso wichtig wie die Luft zum Atmen und Ernährung. Eine sichere Bindung ist der größte seelische Resilienzfaktor, der maßgeblich mit über unsere Lebensweichen entscheidet. Durch sichere Bindungen und bindungsähnliche Beziehungen können wir große Vorteile erlangen und zwar nicht nur in den Bereichen, die wir zur Bildung zählen, sondern auf sehr viel weiter reichenden Ebenen: wie z.B.  im Laufe des Lebens mit Belastungen und Stress besser klar zu kommen, mehr Bewältigungsmöglichkeiten zu haben, kreativer zu sein und flexibler wenn es um zu lösende Aufgaben geht, die Gedächtnisleistungen von Menschen mit sicherer Bindungsentwicklung sind besser und sie können sich bereits sehr früh und besser in die Gefühle und Gedanken andere einfühlen (Empathiefähigkeit). Eine sichere Bindung ist also von großem Vorteil für einen Menschen.

Sichere Bindungsbeziehungen sind dabei viel komplexer als viele denken und gar nicht so einfach aufzubauen. Das Thema umfasst viel mehr als z.B. das eigene Kind zu lieben. Das tun alle Eltern. Dennoch sind ungefähr jedes 3. Kind und jeder 3. Erwachsene quer durch alle Schichten eben nicht sicher gebunden und können somit nur eingeschränkt selbst eine sichere Bindungsbeziehung eingehen. Damit können ca. 30-40% der Menschen in unserer Gesellschaft leider nicht ihr volles Entwicklungspotential entfalten und haben deutliche Nachteile und Risiken im Bereich ihrer Leistungsfähigkeit und ihrer psychischen Gesundheit.

Die Befriedigung unserer basalen Bindungsbedürfnisse ist aber Voraussetzung für gelingende nachhaltige Lernprozesse und eine freudige Lern- und Leistungsbereitschaft sowie Basis für seelische Gesundheit! Diese Grundsätze gelten für das Kleinkind ebenso wie für Erwachsene in Arbeitskontexten, also lebenslang!

Lasst uns gemeinsam ein Zeichen setzen, um einen weiteren, vielleicht kleinen aber wichtigen Anstoß dafür zu geben, dass professionelles Bindungswissen irgendwann anerkannte Allgemeinbildung wird und ganz selbstverständlich unser zwischenmenschliches und professionelles Handeln im privaten und gesellschaftlichen Kontext leitet.

Setze gemeinsam mit mir ein Zeichen, zeige Gesicht und werde Bindungsbotschafter! Wie? Schicke mir einfach auch so ein Foto von Dir mit der Aussage: “Bindung kommt vor Bildung” an anke.weismantel[at]reha-psych.de. Gerne darfst Du auch etwas persönliches von Dir darauf vermerken, beispielsweise Deinen Namen, Deinen Beruf, dass Du Mutter/Vater bist oder was auch immer Du für wichtig erachtest.

Ich freue mich auch besonders über persönliche Geschichten, welche die Aussage  ”Bindung kommt vor Bildung” untermauern.

Sobald ich mind. 25 Fotos erhalten habe, werde ich diese gemeinsam mit den persönlichen Geschichten in einer Art Bekenntnisgalerie veröffentlichen und weitere Menschen einladen, sich zur Bedeutung von Bindungswissen und gelingenden Bindungsbeziehungen für unser aller Leben zu bekennen. Ich versichere Dir hiermit, dass ich dein Bild so wie du es mir geschickt hast (ggf. also anonym) und nur für den hier angegebenen Zweck verwende! Bitte teile mir in deiner Email mit, ob Du Interesse an weiteren Infos und/oder einer Vernetzung hast und ob ich Dich noch einmal anschreiben darf.

Über weitere Ideen oder Verbesserungsvorschläge freue ich mich sehr!

Vielen Dank :-)

Anke Weismantel

 

Kinderrechte für Kinder unter 3 Jahren

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Kinder in Krippen /Tagespflege – also Kinder unter 3 Jahren in außerfamiliärer Betreuung – haben Rechte! Hier ein sehr schönes Plakat vom Deutsch-Ungarischen Pikler-Forum. Es wird wirklich Zeit, dass Kinderrechte in allen Betreuungskontexten bewusst umgesetzt werden.

Dieses Plakat darf mit unverändertem Inhalt verbreitet, jedoch nicht zwecks wirtschaftlichen Gewinnerwerbs verkauft werden. Der Inhalt ist urheberrechtlich durch die Pikler-Loczy Gesellschaft Ungarn geschützt.

Quelle: http://www.piklerinternational.com/de/geschehen/82-deutsch-ungarisches-pikler-forum-7-8-november-2014

 

Wie binden Sie sich? Online-Test Bindungsstil

Wenn Sie mehr über Ihren Bindungsstil in Partnerschaft und Liebe erfahren möchten, empfehle ich Ihnen folgenden Online-Test, der nur ca. 5 Minuten dauert. Sie beantworten einige Fragen und erhalten am Ende eine graphische Auswertung. Leider ist der Test nur auf Englisch verfügbar.

Link: http://www.web-research-design.net/cgi-bin/crq/crq.pl

Toller Artikel zum Trostspenden

Kurzmitteilung

Manchmal findet man online wahre Schatz-Artikel. Dieser ist so einer! Er eignet sich wunderbar als Reader für meine Weiterbildungs-Veranstaltungen.

Es geht nicht nur um Trostspenden, sondern auch um die Umstände unserer aktuellen kulturellen Situation, die zumeist noch unsicher-vermeidende Bindung als Zielsetzung hat. Der weitere Artikel geht wunderbar auf das Thema Trost ein und beleuchtet es aus unterschiedlichen Richtungen. Was das Zauberwort “Feinfühligkeit” in diesem Zusammenhang bedeutet wird zwar nicht thematisiert, implizit werden die Grundsätze jedoch sehr gut vermittelt. Auch Dr. Brisch kommt zu Wort und erklärt, wie es zu Dissoziation und dadurch später zu Beziehungsproblemen kommen kann. Absolut lesenswert!

http://www.morgenpost.de/familie/article207452611/Alles-wird-gut.html