Was tun bei Depression?

Kurzmitteilung

Der amerikanischer Professor Irving Kirsch bezieht eindeutig Stellung. Das dürfte der Pharmaindustrie nicht sonderlich gefallen. Seine Metaanalysen sorgten für viel Aufsehen, die Wirksamkeit von Antidepressiva nennt er einen Mythos.

 Ausschnitt aus dem Interview mit der Deutschen Ärztezeitung:

„Also stets eine Psychotherapie bei leichter bis moderater Depression?

Kirsch: Nicht nur bei leichter bis moderater Depression. Ich würde generell als erste Therapie etwas anderes als ein Antidepressivum bevorzugen. Denn die Evidenz, die wir bislang haben, zeigt, dass alle aktiven Behandlungen vergleichbar effektiv sind, auch bei schwerer Depression. Wenn nun alle Therapien etwa gleich wirksam sind, dann sollte man diejenige mit der besten Sicherheit wählen. Und hier stehen Antidepressiva an letzter Stelle.

Aber es gibt auch noch andere Alternativen als eine Psychotherapie, zum Beispiel körperliche Bewegung. Hier ist das Nebenwirkungsprofil geradezu fantastisch. Eigentlich müsste man Trainingsprogramme allein schon wegen all der gesundheitsfördernden Nebenwirkungen verschreiben.“

Das ganze Interview finden Sie hier.

Elternratgeber: Psychotherapie für Kinder und Jugendliche

Kurzmitteilung

Psychotherapie für Kinder und Jugendliche – Pressemitteilung de BPtK:

Ein BPtK-Ratgeber für Eltern

Berlin, 21. November 2013: In keiner Lebensphase verändert sich der Mensch so stark wie in Kindheit und Jugend – sowohl körperlich als auch seelisch. Jedes Mädchen und jeder Junge sucht dabei seinen Weg. Schwierige Phasen sind normal. Keine Entwicklung ist geradlinig. Hindernisse helfen beim Erwachsenwerden. Krisen und Konflikte können Kinder und Jugendliche aber auch überfordern. Dann können aus Angst und Bedrückung, Rückzug und Trotz, Widerstand und Wut seelische Erkrankungen werden, die eine Behandlung erfordern. Auch für Eltern ist es nicht einfach, die normalen Krisen ihrer Kinder von psychischen Störungen zu unterscheiden.

Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) hat deshalb für Eltern einen Ratgeber herausgegeben, der eine erste Orientierung bei seelischen Störungen und Krisen ihrer Kinder geben soll. Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten können seelische Überlastungen und Erkrankungen beurteilen und beraten, ob eine Behandlung notwendig ist oder nicht. Sie nehmen sich Zeit und die Sorgen der Kinder und Eltern ernst. Anlass für ein Gespräch mit einem Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten können sein:

bei Säuglingen und Kleinkindern

  • untröstbares Schreien, Schlaf- und Fütterprobleme beim Säugling
  • Schlafstörungen
  • zu spät sprechen lernen, große Ungeschicklichkeit

vor allem bei Schulkindern

  • andauernde Ängste
  • anhaltende Unruhe und Aufmerksamkeitsstörungen
  • auffallend aggressives, verweigerndes und oppositionelles Verhalten
  • weglaufen, Schule schwänzen, stehlen und lügen

vor allem bei Jugendlichen

  • übermäßiger Rückzug, Kontakt- und Beziehungsprobleme
  • Essstörungen
  • selbst verletzendes Verhalten
  • düstere, lebensmüde Stimmungen; Gedanken, sich umzubringen
  • starkes Verlangen (Sucht) zum Beispiel nach Alkohol, Medikamenten, Drogen, Internet

Download: Psychotherapie für Kinder und Jugendliche – Informationen für Eltern

 

Sicher gebundene Kinder sind glücklicher und leistungsstärker

Kurzmitteilung

Sichere Bindung – Auswirkungen auf das Leben

Eine Sichere Bindung schafft Urvertrauen – das Fundament unserer Persönlichkeit!
Eine Sichere Bindung ist ein Schutzschild für unsere Seele – ein Leben lang!

  • Schutzfaktor bei Belastungen
  • mehr Bewältigungsmöglichkeiten in Krisen
  • mehr Sozial Kompetenz
  • mehr Empathie
  • bessere Beziehungsfähigkeit
  • mehr Kreativität
  • mehr Selbstsicherheit
  • mehr Flexibilität und Ausdauer
  • mehr Gedächtnisleistungen und Lernen

Sicher gebundene Kinder haben einfach eine bessere Lebensqualität!

=> wissenschaftlich eindeutig belegte Fakten.

Wie verhelfe ich meinem Kind zu einer Sicheren Bindung?

 

Datenbank mit umfassendem Wissen zu Depression

Kurzmitteilung

Die Deutsche DepressionsLiga e.V. (DDL) hat mit Förderung der KKH
Kaufmännische Krankenkasse wesentliche Fragen und Begriffe zum Thema
„Depression“ zusammengestellt und nach fundierter Recherche die Antworten in Form einer Wissensdatenbank auf ihrer Homepage veröffentlicht. Dort werden in
rund 300 Beiträgen Fragen beantwortet, z.B. zu Themen aus den Bereichen
Symptome, Diagnose, Therapie, Ursachen, Umgang mit Erkrankten, Erkrankung und
Beruf.

externer Link zur Datenbank

Immer mehr Antipsychotika für Kinder mit ADHS

Kurzmitteilung

Der Anteil der Kinder und Jugendlichen in Deutschland, denen in der ambulanten Versorgung Antipsychotika verschrieben wurde, ist zwischen 2005 und 2012 um 42 Prozent gestiegen. Diese dramatische Entwicklung belegt der BARMER GEK Arzneimittelreport 2013. Doch nur sechs Prozent dieser Kinder und Jugendlichen leidet tatsächlich unter einer Krankheit wie z. B. Schizophrenie, für deren Behandlung Antipsychotika zugelassen sind. Fast die Hälfte der Verordnungen erhalten Kinder und Jugendliche mit hyperkinetischen Störungen (überstarkem Bewegungsdrang) und Störungen des Sozialverhaltens (z. B. aggressivem Verhalten). Dieses sind psychische Erkrankungen, für deren Behandlung Antipsychotika nicht zugelassen sind!

Quelle: BPtK-Newsletter 03/2013

Entwicklung eines Gütesiegels für psychosoziale Onlineberatung

Kurzmitteilung

Im Internet gibt es zahlreiche psychosoziale Onlineberatungen unterschiedlicher Qualität, so dass es Ratsuchenden schwerfällt, die Spreu vom Weizen zu trennen. Ein neues Forschungsprojekt an der Fakultät Sozialwissenschaften der Nürnberger Ohm-Hochschule entwickelt daher ein Gütesiegel, damit Nutzerinnen und Nutzer im Netz schnell eine geeignete und seriöse Beratung finden. Die STAEDTLER Stiftung unterstützt das Forschungsprojekt, das im September startete und noch bis Ende März 2014 läuft

Link zur Pressemitteilung